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Reitverein Sonnenstein » Die Berichte » Julia » Herbstrose » 9.Bodenarbeit I » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Julia Julia ist weiblich
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1029 Wörter

9.Bodenarbeit I Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Ich hatte im Internet nach neuen Trainingsmöglichkeiten gesucht und wurde natürlich auch fündig. Bodenarbeit. Zwar ist dies mehr oder weniger ein Vertrauenstraining, aber das war eine gute Abwechslung. Außerdem würde es mich von Stefan ablenken, an den ich jeden Tag dachte. Wir hatten uns seit dem einen Training nicht mehr gesprochen, zwar sind wir uns ein paar mal über den Weg gelaufen, aber wir haben nie miteinander ein Wort gewechselt.
Mit Annika rede ich sowieso nicht mehr.
Etwas traurig fuhr ich zum Hof, um Rose für die Bodenarbeit vorzubereiten.
Mein Kopf war auf den Boden gerichtet, als ich in den Stall lief. Die Stalltür quietschte laut und ich blickte sogleich in das Gesicht von Stefan, der mit einem Besen rum hantierte.
Ich war etwas erschrocken, sagte aber nichts.
„Hallo.“, meinte er kurz und stützte sich auf den Besenstiel. Ich starrte stur geradeaus und setzte einen wütenden Blick auf.
„Es tut mir Leid. Darf ich Dich nachher treffen. Ich will mit Dir reden.“
Stefan sah mich erwartungsvoll an. Mein Blick hellte sich etwas auf und ich sah ihn an.
„Wenn Du willst. In einer Stunde werde ich am Putzplatz fertig sein.“, sprach ich und wandte mich zum weitergehen.
„Alles klar, bis später!“, freute er sich und fegte schnell weiter.
Als ich an Roses Box kam, lächelte ich sogar etwas, aber ich zeigte dies nicht so vor Stefan, da er sonst denken würde, ich würde ihm was vorspielen.
Ich führte Herbstrose hinaus und band sie am Putzplatz an. Sie würde heute nur kurz gestriegelt werden, da ich ja heute kein Sattelzeug benutzen brauchte.
Ihre Mähne und ihr Schweif waren in Ordnung und ich kratzte lediglich noch ihre Hufe aus.
Dann führte ich sie so zum Reitplatz, wo ich mit ihr einige Bodenübungen machen wollte.
Deswegen hatte ich mir einen kleinen Spickzettel angefertigt, wie ich die Übungen am besten absolvieren sollte.

Als erstes ging es los mit „Pferd parken“. Ich blieb in der Mitte stehen und ließ den Führstrick los und hing ihn über den Widerrist, damit sie nicht drauf rum trampelte.
„Bleib stehen.“, befahl ich und entfernte mich ein paar Schritte. Der Sinn des ganzen war, dass Rose genau dort stehen blieb. Der nächste Schritt wäre, dass ich sie umkreiste, sie aber ihren Blick immer nach vorn gerichtet hält. Das zeugt davon, dass sie mir vertraute.
Also lief ich etwas um sie herum, aber sie hielt ihren Blick brav nach vorn und stellte nur ihre Ohren nach hinten, um zu hören, was ich hinter ihr trieb. Ich tat dies noch ein paar Mal, bis ich überzeugt davon war, dass sie dort stehen blieb, wo sie war.
Dann trat ich seitlich wieder auf sie zu und sprach sie an, damit sie sich nicht erschreckte. Rose blieb immer noch sehr gelassen stehen. Ich führte sie auf die Bahn und begann mit der nächsten Lektion. Das Bremsen und Beschleunigen mittels Körpersprache.
Ich nahm sicherheitshalber den Führstrick ab und schwang ihn über meine Schulter. Ich stellte mich also seitlich hin und schaute auf Roses Schulter. Ich schnalzte erstmal mit der Zunge, um sie überhaupt in Bewegung zu bringen. Im normalen Schritt lief ich normal neben ihr her. Rose lief brav weiter und beobachtete mich aus den Augenwinkeln.
Ich wollte sie etwas beschleunigen und drehte meine Schulter nach vorne und schnalzte zur Unterstützung mit der Zunge, da sie aus der ersten Hilfe nichts verstand. Aber das würde sie schon bald lernen. Ich trieb sie solange an, bis in den Trab und musste ebenso die Geschwindigkeit mitgehen, was auf Dauer ziemlich anstrengend wurde, sodass ich sie wieder einbremste und die Schulter drehte. Ich sagte ein paar Mal „Hoh“ und dann war sie wieder im Schritt. Und mein Puls ging auch wieder herunter, aber ich atmete immer noch etwas schneller.
Stefan gesellte sich zu mir und stellte sich an den Zaun.
„Ich bin gleich fertig.“, meinte ich und er nickte nur. Ich wollte sie nur noch zum Stehen kriegen. Ich stellte mich parallel zu ihr auf und versuchte es erstmal so, klappte aber nicht, also musste ich wieder Hoh rufen.
Ich klopfte ihr trotzdem die Schulter und harkte wieder den Führstrick ein. Und ich führte sie vom Platz, Stefan folgte mir bis zum Putzplatz, wo ich Rose noch versorgte und sie zurück in den Stall führte.
Dann kehrte ich zu Stefan zurück, der mich sehnlichst erwartete.
Lächelnd stellte ich mich vor ihm auf, er sah mich an und stupste mich leicht an.
„Komm gehen wir ein Stück spazieren, da redet es sich besser.“
Ich war etwas angespannt. Wollte er mir jetzt sagen, dass er nur Freundschaft wollte oder das Gegenteil? Mit klopfendem Herzen wanderte ich neben ihm her.
„Wie gesagt, es tut mir sehr Leid mein Verhalten war nicht gerade toll. Ich wollte Dir eigentlich zusehen, aber Annika hat mich völlig in Anspruch genommen. Aber ich habe überhaupt kein Interesse an ihr. Mein Interesse gilt nur Dir, das musst Du wissen.“, seine Stimmlage veränderte sich und er blieb stehen und packte mich an den Schultern.
„Ja jetzt weiß ich es.“, brachte ich nur hervor. Er stand immer noch vor mir und sah mich an.
Er wusste nicht mehr was er sagen sollte und mir ging es genauso. Wir hörten nur unseren warmen Atem und sahen uns in die Augen.
Mit seiner weichen Hand strich er mir über die Wange. Ich bemerkte wie er mit seinem Gesicht immer näher kam, bis er mit seinen Lippen meine Wange berührte und langsam in Richtung meines Mundes wanderte.
Der erste Kuss war wunderschön, ich fühlte mich, als wäre ich in einer anderen Welt. Es fühlte sich so unglaublich an und es dauerte mindestens eine halbe Minute, bis er von mir abließ.
„Darf ich Dich morgen zum Essen einladen?“, fragte er mich flüsternd und gab mir dabei einen Kuss auf die Stirn.
„Na klar. Nach dem reiten können wir gerne Essen gehen.“, antworte ich und erwiderte ebenso den Kuss.
„Ok. Dann werde ich jetzt wieder meine Arbeit aufnehmen. Bis Morgen.“. Er gab mir noch einen kurzen Kuss und dann trennten wir uns für heute und ich fuhr glücklich nach Hause.

16.03.2011 15:31 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
Luna Luna ist weiblich
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33 Wörter

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Ui, der ist einfach so lieb smile

Genau richtig, abwechslungsreich wie es sein soll mit deinem Pferdchen.
Ui das ist jetzt so spannend mit euch ^^

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26.03.2011 21:52 Luna ist offline Email an Luna senden Beiträge von Luna suchen Nehmen Sie Luna in Ihre Freundesliste auf
 
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