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Julia Julia ist weiblich
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971 Wörter

Dressurtraining III Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Es war wieder einmal an der Zeit mich um meine Stute zu kümmern. Glücklicherweise hatte sich ja meine Reitbeteiligung Jessi um sie gekümmert, sonst hätte ich nun ein doppelt schlechtes Gewissen. Ich betrat Roses Box und strich ihr sanft über die Stirn. Sie freute sich richtig mich zu sehen und gab ein komisches Grummeln von sich. Im Hinterkopf hatte ich aber auch noch eine andere Sache, denn Stefan war bereits aus seinem Urlaub zurück gekehrt und arbeitete wieder wie ein Wahnsinniger im Stall. Aber heute hatte ich ihn Gott sei Dank noch nicht gesehen. Wir sind ja im Streit auseinander gegangen, weil er sich nicht im Klaren gewesen war, wie es mit uns weiter gehen sollte. Anscheinend bin ich wohl doch nicht die Richtige für ihn, was mir immer wieder schmerzlich bewusst wurde.
„Du wirst mir bestimmt nicht den Rücken kehren, nicht war, Rosilein?“, flüsterte ich ihr ins Ohr. Sie blickte nur desinteressiert drein.
„Wollt ihr den ganzen Tag in der Box verbringen, oder was? Ich würde gerne die Box ausmisten.“, sprach jemand hinter mir ernst. Es war natürlich Stefan. Ich drehte mich zu ihm um. Er war etwas braun geworden und abgenommen hatte er auch, für die kurze Zeit vielleicht etwas zu viel, aber er hatte immer noch energischen Augen. Ich brachte kein Wort heraus und er sah mich ebenfalls stumm an. Wortlos nahm ich den Führstrick vom Haken und machte die Box für Stefan frei. Er sah mir noch gekränkt hinterher, ehe er sich an die Arbeit machte.
Am Putzplatz kümmerte ich mich ausgiebig um die Fellbeschaffenheit meiner Stute, die heute etwas sehr gelangweilt wirkte. Ich hörte jemanden Lachen und sah wie Stefan und Luna sehr vertraut aus dem Stall traten. Ich runzelte die Stirn. Eine Neue gibt es wohl auch schon, na echt vielen Dank. Nun wurde mir klar, dass es endgültig aus und vorbei war und musste ein paar Tränen zurückhalten. Ich hustete sie herunter und setzte mein Putzen fort. Rose sah mich freundlich an und stupste sanft gegen meine Schulter.
„Willst mich wohl trösten?“, tadelte ich sie halb und halb und lächelte dann daraufhin. Nach etwa zehn Minuten war ich dann auch schon fertig. Somit watschelte ich mit eingezogenen Schultern zum Stall, auf unerwünschte Gäste würde ich wohl nicht mehr treffen. Als ich wieder mit dem Sattelzeug aus der Tür heraus trat, kam Andreas Kammer lautstark angejodelt. Als er mich sah hörte er augenblicklich auf, er wusste offenbar Bescheid, wie es in mir vorging.Er fragte mich dennoch, nach meinem Befinden.
„Ganz gut, danke. Und Dir?“.
„Auch prima. Aber du ziehst so ein Gesicht, als ob du über etwas traurig wärst? Vergiss ihn einfach, er ist es nicht wert, dass du so gekränkt bist. Wenn du willst, lade ich dich auf eine heiße Schokolade ein und erzähle dir mal ein paar Geschichten aus meinem Leben, was hälst du davon?“
Ich war erstmal überrascht, aber so schön sein Angebot auch war, so lehnte ich es dennoch ab.
Er nickte nur und stiefelte weiter.Ich sah ihm noch hinterher und wandte mich dann wieder dem satteln und trensen zu. Rose war heute sehr freundlich und machte keine Zickereien, wie sie es sonst immer gerne tat. Ich führte sie also zum Dressurreitplatz und stieg in der Mitte wie gewohnt auf.

Da wir lange nicht trainiert hatten, wollte ich einiges wiederholen. Ich begann im Schritt auf der linken Hand. Es begann die regelmäßige Erwärmung, gleichzeitig konnte ich auch meinen Sitz und meine Zügelhaltung korrigieren, die etwas zu Wünschen übrig ließen, da ich in letzter Zeit ja auch kaum geritten bin. Rose hatte die Ohren gespitzt und ihre Hufe klimperten leicht auf dem etwas schon hartgefrorenen Sand. Da ich es nicht allzu langweilig gestalten wollte, wechselte ich in der nächsten Ecke, die ich natürlich versuchte auszureiten, die ganze Bahn und ritt auf der rechten Hand weiter. Roses Temperament schien etwas zurück zu kehren, denn sie zog immer mehr am Zügel und wollte nach vorne ziehen.
„Noch nicht.“, fauchte ich gereizt und sie schien nicht geneigt zu sein, mir zu gehorchen. Ich zog einmal etwas stärker am Zügel und bremste sie etwas ein. Fürs erste war sie etwas ruhiger und ich konnte korrekt in den Trab wechseln, ohne das sie sofort angaloppierte. Es ging erstmal ganz normal um die ganze Bahn. Ich saß den Trab zunächst aus und festigte dann mein Leichttraben, was ich nach zehn Minuten für gut befand und mich der nächsten Wiederholung zuwandte, den Volten. Zuerst im Schritt und dann im Trab und das an den unterschiedlichsten Stellen der Bahn. Ab und an wechselte ich die Bahn und auch mal die halbe Bahn. Herbstrose arbeitete natürlich heute gut mit und zeigte mir ihre Motivation sehr deutlich. Die Volten gelangen uns nach und nach besser, sodass ich mit den Zirkeln weiter arbeitete. Zuerst einen kleinen im Schritt. Ich vergrößerte ihn mit jeder Runde und trabte dann den größtmöglichen Zirkel. Er wirkte im ersten Anlauf ziemlich oval, daher probierten wir es gleich nochmal, solange er halbwegs rund aussah. Dann ließ ich Rose nochmal um die Bahn galoppieren, damit sie noch auf ihre Kosten kam. Es war entspannend, da ich dabei nicht viel nachdenken musste. Wir flogen einfach um den Dressurplatz herum.

Rose war nun geschafft und ich ritt sie langsam trocken. Wie immer stieg ich nach kurzer Zeit ab und führte sie zu Fuß um den Platz, damit ich den Sattelgurt lockern konnte. Ich würde wahrscheinlich morgen oder übermorgen mit diesem Training fortsetzen. Das letzte Turnier ist ja nicht gerade berauschend für uns beide gelaufen.
Als meine Stute endlich trocken war, ging es wieder zum Putzplatz, wo ich sie noch weiterhin trocken rubbeln und die Hufe auskratzen musste, bevor ich sie in ihre Box entließ. Ich säuberte dann noch das Sattelzeug und räumte noch ein wenig auf, bevor ich Sonnenstein für heute den Rücken kehrte.

18.10.2011 19:25 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
LunaHandy LunaHandy ist weiblich
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62 Wörter

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Das freut mich dass du auch meine Berichte ließt Augenzwinkern
Aber ich wusste das mit Stefan nicht :O
das tut mir leid, erst hab Jessi ihren Mark weggenommen und jetzt dir noch Stefan :S
dickes fettes Sorry :O
soll noch ein Stallbursche kommen für dich?
großes Grinsen

__________________


Tränen sind nur ein Zeichen dafür,
dass man viel zu lange versucht hat stark zu sein unglücklich


19.10.2011 15:25 LunaHandy ist offline Email an LunaHandy senden Beiträge von LunaHandy suchen Nehmen Sie LunaHandy in Ihre Freundesliste auf
 
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