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Reitverein Sonnenstein » Die Berichte » Julia » Herbstrose » 27. Es hat ein Ende » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Julia Julia ist weiblich
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1388 Wörter

27. Es hat ein Ende Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Eilig marschierten wir in die Richtung, wo Christoph wohnte. Es dämmerte bereits leicht und die ersten Laternen begannen zu leuchten. Mein Herz raste wohl genauso sehr, wie meine Beine. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Nur das ich am liebsten Christoph und dieser Anja den Hals umdrehen wollte. Diese Spielchen mussten ein für alle Mal ein Ende haben. Xaver keuchte neben mir, denn ich legte ein ordentliches Tempo vor.
„Könnten wir ein wenig langsamer gehen, bitte?“, fragte er genervt.
Zögerlich verlangsamte ich mich und Xavers Atem beruhigte sich nach kurzer Zeit wieder.
Es war nur noch wenige Straßen bis zu seiner Wohnung. Wir überquerten die Straße und standen nur vor diesem Mehrfamilienhaus. Plötzlich verließ mich ein wenig der Mut. Doch ich riss mich zusammen und drückte beherzt Christophs Türklingel. Es dauerte nicht lange, da hörte ich ein leises Krächzen, dass wie ein Hallo zu klingen schien.
„Ich bins Julia. Würdest du mich bitte reinlassen“, sagte ich in die Sprechanlage. Kurze Zeit herrschte Schweigen, dann drückte er den Öffnen-Knopf und wir gelangten ins Treppenhaus. Er wohnte im zweiten Obergeschoss und er stand bereits in der Tür und erwartete mich. Als er Xaver erblickte, verengten sich seine müden Augen zu Schlitzen, sagte aber nichts dazu.
„Du brauchst mir nichts erzählen. Ich weiß Bescheid“, eröffnete er mir sofort. Er bedeutete uns in seine Wohnung zu gehen. Wir standen nun im Flur.
„Anja dachte, wir wären noch zusammen. Sie kam zu mir und erkannte ihren Irrtum. Sie ist nun fort“
Überrascht sah ich ihn an.
„Fort? Wohin? Bist du dir da auch sicher?“
Ich wollte es einfach nicht glauben, dass es so schnell vorbei sein könnte.
„Sie hat sich selbst in psychiatrische Behandlung begeben. Zum zweiten Mal in ihrem Leben“, erwiderte er und bedachte Xaver mit einem bedeutungsvollen Blick. Dieser wandte beschämt seinen Blick ab.
„Vielleicht hast du zu dieser Geschichte noch etwas zu sagen?“, sprach er zu ihn gewandt.
Xaver zögerte, doch dann brach alles aus ihm heraus.
„Ich kannte Anja von früher. Wir waren ein Liebespaar und ich wusste auch, dass psychisch krank ist. Nach unserer Trennung hat sie das gleiche getrieben, wie mit dir, Julia. Ich weiß, ich hätte dich warnen sollen. Doch stattdessen habe ich dir immer eingeredet, Christoph würde dir etwas verschweigen. Doch ich war es…“
Meine Enttäuschung über ihn war so groß, dass sich meine Hände zu Fäusten ballten und meine Augen feucht wurden.
„Das heißt also, du hättest es verhindern können, dass Anja so mit mir umgeht?“, fragte ich mit schneidender Stimme.
Xaver nickte mit dem Kopf und drehte sich abrupt um und verließ schnurstracks die Wohnung.
Ich wollte ihm eigentlich so eine runterhauen, aber Christoph hielt mich zurück.
„Lass ihn. Anja galt eigentlich nach ihrer ersten Therapie als geheilt, deswegen hat er nichts gesagt. Er wollte das sicher nicht, dass es soweit kommt und ich auch nicht“
Seine Worte beruhigten mich etwas, dennoch war immer noch aufgebracht.
„Ich glaube, wir beide sollten uns erstmal aus dem Weg gehen, bis wir wieder normal miteinander reden können. Es wird zwar nie wieder mehr als Freundschaft mit uns, aber ich denke du hast bereits einen neuen Verehrer“
Christoph zwinkerte mir freundlich zu und begriff, wen er damit meinte, Xaver.
„Aha. Ich glaube ich sollte erstmal gehen. Das war heute zu viel für mich“
Es stimmte. Meine Gedanken rasten. Anja ist weg. Christoph und ich sind endgültig getrennt. Und Xaver ist verliebt in mich, doch bin ich zu wütend auf ihn, um diese Gefühle zu erwidern.
Langsam ging ich die Treppen runter und machte mich auf dem Weg nach Hause. Ich genehmigte mir eine kalte Dusche und mein Bett.

Am nächsten Morgen erwachte ich mit schmerzenden Gliedern und dröhnendem Kopf. Doch war ich voller Tatendrang. Mich drängte es zum Hof, zu meinen Pferden.
Ich zog mich schnell an, machte mich im Bad frisch und aß eine Kleinigkeit zum Frühstück. Doch ich trank gleich zwei Cappuccinos um aufzuwachen.
Die kurze Fahrt mit dem Fahrrad war erfrischend und setzte meiner Müdigkeit ein jähes Ende. Ich stellte mein Fahrrad ab und ich lief zunächst in die Sattelkammer
Dort zog ich mir meine Reithose und Reitstiefel über und bereitete einige kleine Leckerchen für Herbstrose und Summer vor.
Ich wollte heute Herbstrose langsam wieder ans Training gewöhnen, in dem ich sie ein wenig longierte. Ich hoffte zudem, dass ich weder Xaver noch Christoph über den Weg lief. Einen von diesen, konnte ich heute definitiv nicht gebrauchen.
Aus meinem Spind, nahm ich mir Roses Putzkiste und wollte gerade die Kammer verlassen, als ein Mädchen herein trat, ich kannte sie nicht.
„Hallo“, begrüßte sie mich offen und bot mir ihre Hand an, die annahm.
„Ich bin Mia. Ich bin neu hier“, erklärte sie mir und ich lächelte sie an. Von Mia hatte ich schon gehört, aber ich hatte nur noch nicht das Vergnügen sie kennen zu lernen.
„Also ich heiße Julia. Was hast du heute vor?“
„Ich werde mit Lyra arbeiten und du?“
„Es ist an der Zeit, dass ich Rose wieder an das Training gewöhne. Sie war lange Zeit verletzt und jetzt geht es wieder los. Ich wünsch dir noch viel Spaß bei uns“
Und damit verabschiedeten wir uns auch wieder und ich lief zuerst zu Summer, die ihr Müsli von mir bekam. Ich stellte fest, dass die Pferdepfleger hier schon durch waren, also war Christoph nicht mehr hier. Aber es war ja noch Xaver, der als Trainer immer alle Hände voll zu tun hatte und mit am längsten auf dem Hof blieb.
Summer mampfte zufrieden ihr Müsli und ich holte Herbstrose aus dem Offenstall.
Sie bewegte sich noch etwas schwerfällig und ungelenk, aber das würde sich ja hoffentlich bald ändern. Ich band sie am Putzplatz an und öffnete die Putzkiste. Nacheinander holte ich mir Striegel, Kardätsche, Mähnenkamm und Hufpik heraus und säuberte meine Stute damit gründlich. Sie war heute sehr brav und machte keinerlei Anstalten mich zu ärgern. Die Hitze war wohl eindeutig der Auslöser dafür. Gott sei Dank war der Longierzirkel sehr schattig gelegen, sodass eine kleine Trainingseinheit von zwanzig Minuten nicht schaden würde.

Ich legte ihr alles Notwendige an und dann führte ich sie zu besagtem Longierplatz und begann meine Arbeit. Zunächst wärmte ich sie ca. eine Viertelstunde lang auf. Ich ließ sie einige Runden Schritt gehen und Traben. Galoppieren ließ ich heute weg. Erstens war es dafür zu warm und zweitens war sie noch nicht so weit.
Hauptsächlich ließ ich sie im Schritt gehen und führte viele Richtungswechsel durch. Ich konnte richtig spüren, dass Rose begann aufzublühen und ich hoffte, dass sie bald wieder zu alter Form zurückkommen würde.
Die Stute fühlte sich immer wohler auf dem Platz und ich parierte sie wieder in den Trab hinauf. Sachte glitt sie um mich herum und ihre Gelenke wurden etwas mehr beansprucht. Wieder nahm ich einige langsame Richtungswechsel vor und drehte mich in die andere Richtung mit. Nach etwa fünf Minuten zügelte ich sie wieder und sie befand sich wieder im Schritt. Die zwanzig Minuten waren sehr schnell rum, deshalb ging es jetzt ans Abreiten. Rose kam etwas zur Ruhe und ihr Puls normalisierte sich langsam.
Ungefähr nach zehn Minuten band ich die Longe ab und befestigte stattdessen den Führstrick. Ich führte sie wieder zurück zum Putzplatz.
Auf dem Weg dorthin kam mir ein junger Mann mit einem Pferd entgegen. Es war Xaver, der ein Pferd zurück in den Stall brachte. Er erkannte mich, machte kehrt und lief wieder in die Richtung davon, woher er gekommen war.
Ich konnte nur den Kopf schütteln. Klar musste es ihm peinlich sein, aber wir waren erwachsene Leute, also was sollte dieser Kindergarten? Ich beschloss nicht weiter darüber nachzudenken.

Zunächst besorgte ich ihr einen Eimer Wasser und leichtes Kraftfutter.
In aller Ruhe nahm ich Rose den Longiergurt und alles andere ab. Ich rieb den Schweiß weg und putzte ihr gesprenkeltes Fell noch einmal. Im Sonnenlicht glänzte es richtig und ich war mit meiner Arbeit zufrieden. Und Rose war es auch, dass zeigte mir jedenfalls ihr zufriedener Blick, als sie die beiden Eimer geleert hatte.
Ich brachte sie zurück in ihren Offenstall und machte mich ans Aufräumen. Zudem fegte ich noch den Putzplatz und kontrollierte den Longierzirkel auf Sauberkeit. Als alles wieder in bester Ordnung war, ging ich nach Hause.

27.07.2013 13:47 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
LunaHandy LunaHandy ist weiblich
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117 Wörter

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Ähm ja.
Ich muss gestehen ich bin irgendwie total verwirrt jetzt o.O.
Xaver, Christoph o.O
Ich blick gerade garnicht mehr durch ^^
Würde mich freuen, wenn du mir das mal im Spammi erklärst ich hab es nun dreimal gelesen xD komme sber nicht durch xD

Finde ich super, dass du deiner Stute wieder ein bisschen Bewegung gibst. Das kann sie brauchen und morgens ist ja nichts ein zu wenden mit zwanzig Minuten longieren Augenzwinkern
Das hast du richtig erkannt.

Freue mich noch mehr zu lesen und vor allem über eibe Aufklärung (man die Tabletten... glaube es liegt daran xD )

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Tränen sind nur ein Zeichen dafür,
dass man viel zu lange versucht hat stark zu sein unglücklich


28.07.2013 10:46 LunaHandy ist offline Email an LunaHandy senden Beiträge von LunaHandy suchen Nehmen Sie LunaHandy in Ihre Freundesliste auf
 
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