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Julia Julia ist weiblich
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1172 Wörter

8.Dressurtraining II Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

„Komm meine Süße, jetzt geht es in die Reithalle.“, flüsterte ich Rose ins Ohr. Ich hatte sie bereits startklar gemacht. Die vereinbarte Verabredung mit Stefan würde nun klappen. Er begleitete mich nämlich in die Halle. Wie immer klopfte mein Herz wie wild, als ich ihn sah. Ich würde zu gerne wissen, ob er dasselbe fühlte. Aber da ich mir von Natur aus nie große Hoffnungen machte, dachte ich nicht mehr daran. Frühere Enttäuschungen waren dafür der Auslöser. Bevor ich wieder verletzt werden würde, ließ ich es am besten nicht zu weit gehen.
„Rose scheint heute etwas ruhiger zu sein, als Letztens!“, bemerkte er leise und sah mich von der Seite an.
Mein Kopf bewegte sich automatisch nach unten und ich fügte schnell hinzu:
“Gott sei Dank. Ein störrisches Pferd unter dem Sattel hätte ich heute nicht gebrauchen können.“. Roses Hufe klapperten auf dem Asphalt, was mir sogleich ein sicheres und schönes Gefühl gab. Ich durfte mich heute bloß nicht vor Stefan blamieren.
„Es ist ja nur ein Training, aber ich freue mich es mal aus nächster Nähe betrachten zu können. Ein tolles Pferd und ein hübsches Mädchen. Was will ich denn mehr?“
Erstmal rötete sich mein Gesicht ein wenig, aber ich blieb auf dem Teppich.
„Ach Du übertreibst ein wenig.“, schalte ich ihn witzelnd und betrat die Halle als erstes. Die Halle war frei und Stefan erzählte weiter, während er sich auf die Tribüne setzte.
„Ich übertreibe ganz und gar. Untertreibung wäre hier das Passende.“
Ich verzog mein Gesicht und platzierte uns in die Mitte. Ich zog den Sattelgurt an und stellte die Steigbügel ein.
Innerlich bat ich Rose innigst darum, dass sie heute ihr Bestes geben sollte. Keine Ahnung warum, aber es kam mir so vor, als würde ich vor einer Jury eine Prüfung ablegen, dabei war es nur Stefan, der selbst kaum ritt und wenn dann zum Spaß.
Schnell stieg ich auf, bevor mich der Mut verließ. Mit zittrigen Händen nahm ich die Zügel auf und ich atmete einmal tief durch um mich zu beruhigen.
Bloß keine Panik, mahnte ich mich selbst und von nun an dachte ich nicht mehr an Stefan, der mir gespannt zu sah, sondern konzentrierte mich komplett auf das Training.
Rose spürte das und spitzte ihre Ohren für die ersten Anweisungen.

Zuerst parierte ich sie normal in den Schritt um uns für ein paar Minuten einzureiten. Fast hätte ich Stefan überhört, aber so abwesend war ich nun doch nicht.
„Du hast einen toll Sitz, finde ich. Ich könnte Dir ewig so zuschauen.“, säuselte er fazsiniert. Ich warf ihm einen komischen Blick zu und widersprach ihm prompt.
„Blödsinn. Mein Sitz ist mittelmäßig und ich glaube kaum, dass Du mir ewig zu sehen könntest.“
Er war zwar etwas gekränkt, weil ich sein Kompliment nicht angenommen hatte, beruhigte sich aber sogleich wieder.
Rose lief ganz ruhig und passte auf, falls ich eine neue Hilfe gab. Dann trabte ich langsam an, um sie auf Touren zu bringen. Leicht trabte ich um die ganze Bahn und konzentrierte mich auf den Rhythmus. Stefan saß immer noch da und sah mir gespannt zu.
Beim Galopp war er immer noch voll dabei. Nach der Erwärmungsphase brachte ich sie wieder zurück in den Schritt. Rose schnaubte verdrießlich und ich wechselte sofort die Hand. Die Hufe knirschten über den Sand hinweg und ich korrigierte meinen Sitz ein wenig, da ich einen krummen Rücken machte.
Nachdem Bahnwechsel trabte ich sogleich an und drehte eine Runde über die komplette Bahn. Als ich von vorne anfing, verkleinerte ich die Bahn ein wenig und dann vergrößerte ich sie wieder. Ich arbeitete sehr an der Balance und versuchte die Bahnen immer genau viereckig zu reiten. Im Trab war dies noch relativ einfach und als ich es im Galopp probierte, misslangen mir ein paar Bahnen kläglich. Aus den Augenwinkeln betrachte ich Stefan auf der Tribüne. Gerade setzte sich jemand zu ihm.
Um zu erfahren wer dies war, parierte ich Rose in den Trab zurück und ritt auf der normalen Bahn.
Es war eine blonde Frau, ja genau es war Annika Kipfer die sich mit Stefan unterhielt. Seine ganze Aufmerksamkeit war auf sie gerichtet. Sie lächelte ihn kokett an, was mich etwas störte, so kannte ich sie gar nicht. Ich habe sie immer für eine nette Frau gehalten, die sich nicht in anderer Angelegenheiten eingemischt hatte.
Vielleicht reagierte ich auch über, aber ich habe mich in Stefan verliebt und war gerade darin im Versuch ihn für mich zu gewinnen.
Meine Konzentration war im Eimer und Rose zuckelte umher.
„Ruhig, meine Kleine!“, meinte ich und konnte aber jetzt nicht aufhören zu trainieren. Die beiden unterhielten sich angeregt weiter und Stefan sah mir überhaupt nicht mehr zu. Ich versuchte gar nicht mehr hinzuschauen und trainierte weiter.
Ich gab Rose die Hilfe für einen großen Zirkel, der fast über die ganze Bahn verlief. Leicht traben konnte ich nicht mehr so gut wie am Anfang, deswegen glotzte mich Annika komisch an und gab mir auf einmal Anweisungen.
„Du sitzt auf Rose wie ein Sack Kartoffeln. Versuche dich aufzurichten und beim leichttraben nicht so sehr hin und her plumpsen.“
Ich dachte im ersten Moment ich höre nicht richtig, aber ich befolgte ihren Rat. Für meinen Teil machte ich jetzt alles richtig.
„Hörst Du mir überhaupt zu, Hayden? Ich habe gesagt Du sollst dich aufrichten.“
Ich hielt Rose an und mein Kopf wurde ganz rot.
„Bist du jetzt fertig mit deinem Gequatsche. Lass mich gefälligst in Ruhe arbeiten. Aber das kann ich jetzt sowieso vergessen.“
Zornig stieg ich ab und führte Rose ein wenig herum, um sie zu trocknen. Annika saß da und schluckte, aber sie fing sich sogleich wieder und versuchte das Gespräch mit Stefan anzuknüpfen , der aber nicht mehr so auf sie fixiert war, sondern mir zu sah.
Kopfschüttelnd verließ ich die Halle in Richtung Putzplatz.
Meine Enttäuschung über Stefan war riesig. Das Training ist echt schief gelaufen.
Ich band meine Stute an und entschuldigte mich erstmal für mein Verhalten.
Dann nahm ich den Sattel und die Trense ab und brachte sie in die Sattelkammer.
Als ich mit dem Putzen beginnen wollte, kam Stefan auf uns zu.
„Das mit Annika tut mir echt Leid…“, meinte er zögerlich.
„Hast Dich ja prächtig mit ihr amüsiert. Ich dachte du siehst mir zu wie ich trainiere. Aber das ist ja echt super gelaufen.“
Mein Tonfall veränderte sich und ich schrie ihn halb an.
Er sah mich beleidigt an.
„Darf ich mich denn nicht unterhalten?“, fragte er mürrisch.
„Mach doch was Du willst…Aber demnächst trainiere ich ohne irgendwelche Zuschauer. Ich wünsch Dir noch einen schönen Tag, Stefan, ich habe noch zu tun.“
Ich striegelte Rose und ich bemerkte wie sich Stefan entfernte.
Vielleicht war ich ein bisschen zu grob zu ihm, aber das störte mich in diesem Moment gar nicht, ich war einfach zu aufgewühlt.
Ich räumte noch alles auf und brachte Rose zurück in ihre Box. Stefan sah ich an diesem Tag nicht mehr und angerufen hatte er auch tagelang nicht.

03.03.2011 18:02 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
Cora
Gast




33 Wörter

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Oha, ich habe einfach zu lange nicht mehr deine Berichte gelesen O.o
Das mit Stefan scheint ja noch richtig interessant zu werden smile
Bitte mehr großes Grinsen

06.03.2011 18:12
 
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