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Reitverein Sonnenstein » Die Berichte » Julia » Herbstrose » 11.Springtraining zu Dritt » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Julia Julia ist weiblich
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1680 Wörter

11.Springtraining zu Dritt Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Ich öffnete meine Augen und blinzelte etwas. Ich hatte vergessen am Vorabend die Rollos nach unten zu ziehen, deshalb schien die Sonne sehr stark in mein Schlafzimmerfenster hinein. Robotermäßig hielt ich mir den Arm vors Gesicht, um mich langsam an die Helligkeit zu gewöhnen. Meine Katze schnurrte am Fußende und schien sich zu freuen, dass ich endlich meinen Schönheitsschlaf beendet hatte. Es war Samstag und ich wollte einfach mal ausschlafen, dies bestätigte auch mein Blick auf den Wecker, der mir 10:23 Uhr sagte. Unwillkürlich schlug ich die Bettdecke beiseite und ich fühlte mich sofort wohler, da ich ziemlich verschwitzt war. Also hieß das auf alle Fälle eine morgendliche Dusche. Schnurri miaute und hopste auf meinen Bauch.
„Aua, spinnst Du.“, meckerte ich und der kurze Schmerz war auch schon vorbei, sodass ich ihr sofort verzieh. Sie war es einfach nicht gewöhnt, dass ich solange im Bett blieb, sie wollte bestimmt ihre allmorgendliche Futterration haben. Ich dachte mir, wieso sich Tiere nicht selbst was zu essen machen konnten, aber ich verwarf diesen Gedanken mit einem Handwisch wieder. Ich tat es doch gerne, also streckte ich meinen Körper lang und erhob mich.
Mir dicht auf den Fersen folgte mir Schnurri in die Küche, wo Franzi in der Sonne rumlag und döste. Sie blickte nicht einmal auf, als ich und die Katze die Küche betraten. Was für eine Ruhe dieser Morgen also versprechen würde. Sonst war Franzi immer durch die Gegend gewetzt, als ich das Bett verließ. War sie vielleicht krank oder so was? Besorgt streichelte ihr über den Kopf, und sie glotzte mich nur dusselig an, und döste weiter. Ich ließ sie einfach machen, spätestens heute Abend würde sie wieder die Alte sein. Sie hatte wohl die ganze Nacht nicht geschlafen, dafür aber jetzt. Schnurri hingegen war putzmunter und miaute lautstark, da sie ihr Futter immer noch nicht bekommen hatte.
„Ist ja gut Madame.“, sprach ich leise und öffnete die Katzenfutterdose. Ich sah ihr noch eine Weile zu, wie sie schmatzend das Fleisch verschlang, aber die Uhr erinnerte mich daran, dass ich mich langsam fürs Reiten fertig machen sollte.
Augenrollend marschierte ich ins Badezimmer und machte mich frisch, dies dauerte nicht länger als eine Viertelstunde, ich wollte ja nicht zur Modenschau, sondern zu meiner geliebten Stute Herbstrose.
Die Tiere konnte ich mit beruhigtem Gefühl für einige Stunden allein lassen, da ich festgestellt habe, dass sie sich gut verstanden.

Das Wetter war heute eigentlich viel zu schwül, aber dafür gab es ja die kühle Reithalle, die ich für heute reserviert hatte, da sie fast immer besetzt war und ich hatte keine besonders große Lust mich auf dem Reitplatz zu quälen. Das Training sollte ja Spaß machen und nicht zur Tortur werden.
Mit dem Auto fuhr ich also los und kam wie immer nach 5 Minuten auf dem Parkplatz des Reitvereines an, der schon fast zu platzen drohte, und ich hatte die Reithalle nur für mich allein.
Vielleicht sollte ich heute mal mit mehreren trainieren, so konnte man sich vielleicht was von den anderen abschauen. Schon von weitem sah ich Phi und Alexa im Schatten stehen.
Sollte ich sie fragen, ob sie mit mir heute Springen üben wollten? Das würde bestimmt eine Menge Spaß machen.
Entschlossen ging ich auf die beiden zu und begrüßte sie freundlich.
Sie grinsten und waren enttäuscht, dass die Reithalle heute von mir gebucht worden war.
„Ich wollte euch fragen, ob wir vielleicht zu dritt ein Springtraining machen wollen, so ganz allein würde mir das heute auch keinen Spaß machen. Also was meint Ihr?“
„Das wäre großartig. Ich wäre dabei.“, rief Phi und schaute Alexa erwartungsvoll an, die ebenfalls glücklich zustimmte.
„Wer als Letztes in der Reithalle ist, muss die Hindernisse aufbauen.“, bestimmte sie hinzufügend, und wir liefen los unsere Pferde holen. Zwar war Monti weitaus besser im Springen ausgebildet als Rose und Symphonie, aber das störte Phi relativ wenig. Auch ein E-Springen erfüllte seinen Zweck.
Ganz langsam näherte ich mich meiner Stute, die friedlich in ihrer Box stand, durch das Wetter war sie nicht so ganz aufgedreht wie sonst, was das Training einfacher machte. Ein so richtiger Wettkampf, wer am schnellsten in der Reithalle ist, wurde es natürlich nicht, wir liebten den Umgang mit den Pferden und da ließen wir uns alle drei viel Zeit.
Ich führte Rose zum Putzplatz, wo Phi schon mit ihrem Wallach Monti stand. Die beiden Pferden warfen sich nur neugierige Blicke zu, konzentrierten sich aber eher auf ihre Besitzer.
Als ich die Putzkiste holen ging, band auch Alexa ihre Stute neben meine an.
Bald kehrte ich wieder zum Platz zurück, wo ich mit dem striegeln begann. Zum Glück war der Putzplatz im Schatten gelegen, sonst hätten wir vermutlich einen Sonnenstich bekommen, na gut einen Stich hatten wir alle, aber Kopfschmerzen waren nicht so schön.
„Auf die Idee hätten wir schon viel früher kommen können.“, meinte Alexa und sah in die Runde.
„Stimmt, aber hinterher ist man immer schlauer.“, meinte ich und putzte nun die andere Seite mit dem Striegel. Rose grummelte zufrieden und zwinkerte mit ihren Augen.
„Deine ist ja wie ausgewechselt heute. Sonst ist sie ja meist immer ein wenig nervös.“, sprach Phi gut gelaunt.
Ich stimmte ihr zu und nahm die Kardätsche dazu.
Dann putzten wir schweigend unsere Pferde und lauschten auf deren zufriedenen Geräusche, die sie von sich gaben.
Phi fing bereits an mit satteln, da war ich noch beim Hufauskratzen und Alexa ebenso.

Es vergingen weitere 10 Minuten da standen wir alle in der Reithalle parat. Alexa war die letzte gewesen und schnappte sich grummelnd ein paar Hindernisse und da Phi und ich endlich anfangen wollten halfen wir ihr natürlich und es entstand ein kleiner aber feiner Springparcours, bestehend aus 6 Hindernissen die alle einzeln aufgebaut worden sind. Später wollten wir ein paar zu Kombinationen zusammenstellen, aber wir fingen klein an.
„Dann kann es ja losgehen.“, rief ich fröhlich und wir stiegen motiviert auf.
Wir ritten unsere drei Lieblinge erstmal ausgiebig warm, in dem wir ein paar Runden drehten. Alle drei Pferde liefen sehr ausgeglichen und keiner wollte der Erste sein, was uns alle entspannte.
Hier in der Halle merkten wir überhaupt nichts von der Wärme draußen.
"Können wir loslegen? Am besten reitet jeder einzeln den Parcours durch erstmal. Später können wir ja zeitversetzt reiten, oder was meint ihr?", fragte Phi die voran ritt.
Alexa und ich nickten und schauten Phi beim Springen zu. Es sah schon relativ gut aus, aber ein paar Mal sprang sie etwas schief über die Hindernisse, was aber auch das einzige war, denn Monti war ein prima Springpferd, wo Symphonie und Herbstrose noch nicht mithalten konnten.
Nun waren Rose und ich an der Reihe und setzten über das erste Hindernis. Das nächste, woran ich denken musste war die Geschwindigkeit gleichmäßig beibehalten, was mir nicht gelang und dadurch verlor ich an Konzentration, sodass ich das zweite Hindernis falsch anritt und Herbstrose die obere Stange runterriss. Ich lief im ganzen Gesicht rot an und versuchte mich auf das nächste Hindernis zu konzentrieren, aber es misslang mir, denn Rose blieb davor stehen.
Verzweifelt über meine eigene Blödheit brach ich die Runde ab und stellte mich peinlich berührt hinter Phi an.
"Das ist doch nicht so schlimm. Vielleicht bist du kein Publikum gewöhnt, Hayden, aber wenn ich dir einen Tipp geben darf, dein Sitz ist nicht ganz optimal, versuche entspannter zu sitzen, dann klappt das auch besser, ok.", erklärte Phi und ich nickte bloß und versuchte ihren Rat anzunehmen.
Alexa war die nächste, sie ritt mit ihrer Stute gut, allerdings wurde sie zwischendurch immer langsamer und eine Stange fiel herunter, die sie wieder aufhob.
"Siehst Du Hayden, ich mache genauso noch Fehler.", ermutigte sie mich.
Phis nächste Runde war perfekt und sie hatte wirklich einen tollen Sitz, den ich versuchte umzusetzen.
Ich probierte es gleich nochmal. Die Geschwindigkeit variierte zwischendurch wieder etwas, aber durch den Sitz ritt ich die Hindernisse gut an und Rose blieb auch nicht verunsichert davor stehen, wie beim ersten Mal.
Grinsend über meinen kleinen Erfolg gesellte ich mich wieder zu den anderen, die ebenfalls anerkennend lächelten.
Alexa ritt nochmal eine Runde, dann bauten wir den Parcours etwas um, und es enstanden zwei Zweierkombinationen.
Phi war bei den Kombinationen etwas langsamer geworden, aber Monti sprang trotzdem brav darüber, was mich neidisch machte. Rose war aber dafür noch zu unausgebildet, um solch kleinere Hilfefehler zu verzeihen.
Jetzt mussten Rose und ich durch den Parcours. Ich versuchte diesmal an den richtigen Sitz und an die gleichmäßige Geschwindigkeit zu denken.
Zudem versuchte ich die Hindernisse gerade anzupeilen und bloß nicht verweigern zu lassen.
In der einen Kombination riss ich eine Stange herunter, aber ansonsten war es ein akzeptabler Durchritt, was mir auch Phi sofort sagte und auch Alexas Ritt war prima.
Es fing an richtig Spaß zu machen und wir stellten den Parcours noch ein paar Mal um und arbeiteten an unseren Fehlern.
Am Ende gelang mir ein fast fehlerfreier Ritt, aber dann war ich auch fertig und Rose schwitzte ebenso, wie die anderen.
"Das war echt gut. Kommt lasst und schnell aufräumen."
"Klar und die Pferde haben eine Dusche verdient.", erzählte Alexa.
Wir räumten die Hindernisse weg und liefen zum Duschplatz mit den Pferden.

Dort nahmen wir Sattel und Trense ab und spritzten als erstes die Pferdebeine ab und dann etwas den Bauch. Bei der Wärme war es sicher wohltuend für Rose, Monti und Symphonie.
Nach der kühlen Erfrischung rieben wir sie trocken, striegelten nochmal drüber und überprüften die Hufe, bevor wir sie wieder in ihre Boxen brachten.
Wir kümmerten uns noch um die Sauberkeit der Trensen und der Sättel und räumten die Putzkisten auf, so wie es vorher ausgesehen hatte.
"Das müssen wir unbedingt wiederholen.", meinte Phi und Alexa und ich waren uns ebenso darüber einig.
Zur Feier des Tages genehmigten wir uns eine kühle Limonade im Reiterstübchen.
"Auf das nächste Mal Training.", sprachen wir aus einem Mund und unterhielten uns noch eine ganze Weile lang über den Pferdesport.

01.06.2011 14:59 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
Luna Luna ist weiblich
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Dabei seit: 11.08.2003
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42 Wörter

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Ja bei so einem Wetter zieht es alle nach draußen.
Aber wir haben ja zum Glück eine gut belüftete Halle, da kann man es dort dann auch ganz gut aushalten smile

Sehr schöner Bericht Augenzwinkern

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Ich bin nicht auf der Suche nach Ärger... der Ärger ist auf der Suche nach mir!

... after the Night when i wake up, i see what tomorrow brings ...

Herz Leben ist vergänglich, doch Liebe bleibt für die Ewigkeit Herz

03.06.2011 16:30 Luna ist offline Email an Luna senden Beiträge von Luna suchen Nehmen Sie Luna in Ihre Freundesliste auf
 
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