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Reitverein Sonnenstein » Die Berichte » Julia » Herbstrose » 13. Bodenarbeit II » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Julia Julia ist weiblich
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1053 Wörter

13. Bodenarbeit II Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Ich suchte den Striegel aus der Putzkiste heraus und begann mit dem Putzen. Herbstroses Fell war ziemlich dreckig, was wieder massig Arbeit für mich bedeutete. Mit dem Striegel strich ich gründlich über das Fell, zwar entfernte es nicht den gesamten Dreck, aber dafür gab es ja noch die Kardätsche, die ich abermals am Striegel abstriff, damit ich nicht den Dreck mehr verteilte, als abputzte. Rose stand ziemlich gelassen da, was mich sehr wunderte, da sie sonst immer in der Gegend herum guckte und etwas mehr zappelte. Wahrscheinlich war die Hitze gestern etwas zuviel für sie, sodass sie mal einen ruhigen Tag einlegte. Ich hatte heute auch einen ruhigen Tag geplant, indem ich mit ihr Bodenarbeit machen wollte. Seltsam, wir haben die gleichen Gedanken, mein Pferd und ich. Ich lächelte darüber amüsiert und stellte mich auf einen Hocker, um ihre Mähne durchzukämmen. Dabei stupste sie mich kurz an, als ob sie andeuten wollte, mich vom Hocker zu schubsen. Anscheinend fing ihr ruheloser Geist jetzt an aufzuwachen. Aber da dachte ich falsch, sie wollte nur, dass ich ihren Kopf streichelte, was ich auch tat. Aber dann widmete ich mich dem Schweifverlesen, was wie immer etwas knifflig war, da sie so aneinander klebten, dass ich ziemlich viel Kraft in den Fingern benötigte. Danach musste ich immer eine kurze Pause einlegen, sonst konnte ich nicht weiter putzen. Als letztes schnappte ich mir noch den Hufpik und kratzte ihre Hufe aus. Nachdem ich dies getan hatte, verstaute ich alles in der Putzkiste und band Rose los. Ich hatte auf dem Reitplatz einige Dinge vorbereitet. Dazu habe ich die selbstgemachten Gerätschaften vom letzten Scheutrainingsturnier genommen.

Auf dem Platz angekommen konnte es direkt losgehen. Ich schloss den Platz, damit sie nicht abhauen konnte und band den Führstrick ab, den ich über den Zaun hing. Sie blieb vor mir stehen und schaute mich etwas irritiert an, sie hatte zwar schon mal sowas gemacht, aber das war schon lange her. „Komm, Rose, folge mir.“, dies sagte ich zwei oder drei mal, bis sie verstand und ich lief langsam los und sie tippelte mir hinterher. Als erstes kam der Plastikvorhang, der bedrohlich im Wind wehte, durch den Rose aber mir folgen sollte. Ich ging hindurch und sie zögerte etwas, hastete aber dann doch hindurch. Sogleich lobte ich sie mit einem Klaps und einem Leckerli. Als nächstes hatte ich sechs Stangen auf dem Boden platziert, jeweils mit einem Meter Abstand. Damit die Übung erfolgsversprechend war, musste ich ihr zeigen, wie die Abstände waren und neigte den Kopf nach unten, damit sie es mir gleich tat. Sie sah mich nur bedröppelt an und ließ ihren Kopf oben. Kopfschüttelnd lief ich über die Stangen drüber weg, sie marschierte aber konsequent daran vorbei. Etwas missmutig führte ich sie zurück und begann einen neuen Versuch. Ich probierte die gleiche Vorgehensweise, doch sie hegte kein Interesse daran sich die Stangen anzuschauen, noch darüber zu laufen, so wie ich es vormachte. „Du bist eine ziemlich dickköpfige Zicke, ich muss schon sagen.“, schimpfte ich mit erhobenen Finger. Also würde ich es später noch einmal probieren und ich wandte mich der nächsten Aufgabe zu. Rose folgte mir langsam und blieb genau dann stehen, wann ich stehen blieb. Dies klappte ja schon mal sehr gut, dass sie mir überhaupt folgte. Wir hatten nun das „Quadrat“ vor uns liegen, dass auch aus Holzbalken bestand. Ich hatte eine kleine Öffnung freigelassen, durch das ich durch lief, damit sich Rose mit in das Quadrat stellen sollte. Sie latschte diesmal über die Stangen drüber und sah mich fragend an. Irgendwie war sie den Stangen nicht wohlgesonnen, hatte ich die Vermutung und ging etwas schneller weiter. Sie trabte mir natürlich hinterher. Ich tat dies mal über den ganzen Platz um die Aufbauten herum und sie folgte mir wirklich die ganze Zeit. Ich wählte nun eine Aufgabe aus, die nicht aus Stangen bestand, nämlich den Tonnenslalom. Ich schlängelte mich hindurch und Rose tat es mir gleich, natürlich bekam sie danach wieder ihre übliche Belohnung. Die übrigen Aufgaben bestanden nur noch aus Stangen die auf dem Boden lagen. Also wandte ich mich wieder der zweiten Übung zu, die erfolglos gewesen war. Voller Hoffnung stieg ich über die Stangen hinweg, Rose wollte es immer noch nicht nachmachen und stand davor einfach nur da. Diesmal folgte sie mir ja nicht mal, in dem sie daran vorbei ging. Langsam senkte sie ihren Kopf und schnupperte den ersten Holzbalken an, was für mich schon als Fortschritt galt. „Komm hierher. Na komm schon.“, rief ich leise aus, und die Stute spitzte die Ohren. Vorsichtig setzte sie einen ihrer Beine über die erste Stange und immer so weiter, bis sie wieder bei mir war. „Prima. Rose.“, lobte ich sie. Keine Ahnung warum dies so schwer gewesen war, weil sie beim Springtraining ja auch über die Cavalettis problemlos ging, wahrscheinlich weil ich da drauf saß und nicht auf dem Boden stand. Ich wandte mich also wieder dem Quadrat zu, dass ja auch beim ersten mal in die Hose gegangen war. Wieder stellte ich mich rein und hoffte Rose würde durch den Eingang treten, den ich gelassen hatte, aber nichts da. Sie hatte wahrscheinlich Gefallen daran gefunden über irgendwelche Balken zu stolzieren. Ich begann die Übung von vorne, in dem ich ihr versuchte den Eingang zu zeigen. Mit dem Finger zeigte ich dort ihn und sie neigte diesmal sogar etwas den Kopf, sie schnaubte darüber nur und blieb stehen wo sie war. Langsam riss mir der Geduldsfaden und ich beschloss es für heute sein zu lassen und damit später weiterzumachen. Ich holte wieder den Führstrick und ich band Rose erstmal an den Zaunpfosten an, damit ich den Platz aufräumen konnte. Es dauerte zwar nicht so lange wie das aufbauen, aber ich hatte doch ordentlich zu tun.

Nachdem ich damit fertig war, den Platz zu räumen, konnte ich Rose wieder in ihre Box bringen. Ich führte sie vom Platz und ließ sie noch etwas in der Gegen rumschnuppern. Sie sah jeder Wespe und jedem Vogel nach, das um sie herum flog und hielt ihre Nase in sämtliche Blumenkübel, ich zog sie aber immer schnell weg, bevor sie davon kosten konnte. Es konnte vielleicht auch an ihrer Konzentration gelegen haben, warum es mit dem Quadrat nicht klappte. Ich dachte ständig darüber nach, auch auf dem Nachhauseweg. Ich plante also ein nächstes Bodentraining für die nahe Zukunft ein.

01.07.2011 15:13 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
LunaHandy LunaHandy ist weiblich
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Schön dass du nicht gleich aufgibst und weiter machst. Estland schließlich nicht immer alles glatt laufen.

Trotzdem fand ich es nicht schlecht das gesamte training.

Lässt sich bestimmt noch was draus machen Augenzwinkern

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Tränen sind nur ein Zeichen dafür,
dass man viel zu lange versucht hat stark zu sein unglücklich


01.07.2011 21:49 LunaHandy ist offline Email an LunaHandy senden Beiträge von LunaHandy suchen Nehmen Sie LunaHandy in Ihre Freundesliste auf
 
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