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Julia Julia ist weiblich
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Dabei seit: 07.10.2010
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1064 Wörter

Dressurtraining IV Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Der Winter hatte noch nicht ganz Einzug gehalten in Sonnenstein, es war zwar kalt und windig, aber der Schnee fehlte eben noch. Die neueste Neuigkeit war die Einstellung zwei neuer Stallburschen, da die bisherigen die Arbeiten nicht mehr allein bewältigen konnten. Den einen habe ich schon kennen lernen können, Sascha hieß er, aber den anderen habe ich bisher noch nicht zu Gesicht bekommen.
„Schade eigentlich. Nach Euren Beschreibungen ist er ja richtig hübsch.“, meinte ich in die Runde, bestehend aus Jessi, Sonja, Lisa und mir. Die anderen grinsten mich nur an und machten sich auf den Weg zu ihren Pferden. Ich hatte heute Küchendienst im Reiterstübchen, also machte ich mich fix an den Abwasch und konnte dann ebenso zu Rose gehen. Zum Glück waren es nur Tassen und etliche Teller. Ich drehte den Wasserhahn auf und befüllte das Becken zur Hälfte mit warmen Wasser. Ich gab danach noch etwas Spülmittel hinzu und los ging es.
„Kann ich Dir vielleicht helfen?“, fragte mich jemand von der Seite. Ich hielt erschreckt inne und blickte in das Gesicht eines mir Fremden.
„Vielleicht schleichst Du dich das nächste Mal nicht so an...“, begann ich böse, aber ich beruhigte mich schnell wieder, als ich bemerkte, wer das sein könnte.
„...Du bist doch der neue Stallbursche...Christoph, richtig?“. Meine Augen glänzten und er lächelte. „Ja der bin ich. Was ist, kann ich nun abtrocknen, ich habe meine Arbeiten soweit beendet?“
Ich nickte nur und er schnappte sich das Handtuch vom Haken und trocknete die ersten Tassen ab.
„Wo kommen die hin?“
Ich deutete auf einen Hängeschrank in der anderen Ecke. „Dort drüben.“
Die Teller gingen deutlich schneller zu spülen, als die Tassen, sodass ich ebenso mit dem Abtrocknen beginnen konnte.
Er sah mich abermals mit seinen leuchtend grünen Augen an und grinste.
„Was ist denn so witzig? Ich will auch mit lachen.“, forderte ich.
„Du hast da etwas Schaum im Haar.“. Ich wischte daraufhin schnell in meinem Haar herum und wandte mich ab. Wieso er das jetzt so witzig fand, weiß ich zwar nicht, aber egal.
„He, ich fand das eher niedlich, statt lustig...“, entschuldigte er sich.
Ich sah ihn wieder an und fragte stattdessen, wie er denn auf Sonnenstein gekommen ist. Und so unterhielten wir uns etwa noch eine halbe Stunde, bis ich mich von ihm verabschieden wollte, denn Rose wartete auf ihr längst überfälliges Training.
„Dürfte ich zuschauen, ich habe nichts anderes vor?“. Ich fand ich zwar etwas zu aufdringlich, aber ich konnte schlecht nein sagen, also würde er in der Reithalle auf mich warten.

Ich band Rose am Putzplatz an und bereitete sie auf das Dressurtraining vor, indem ich sie von Kopf bis Huf putzte und polierte, sodass ihr Fell glänzte.
„Du kriegst auch später einen Bund Mohrrüben, dafür dass ich dich solange nicht bewegt habe.“ Sie grunzte nur und ich sattelte und trenste sie behutsam auf.
Ich führte sie also dann in die wärmere Reithalle. Christoph hatte auf der Bank unweit der Reitbahn Platz genommen. Er hatte seine Hände tief in seine Jackentaschen vergraben und wackelte mit seinen Knien hin und her.
„Bewege dich doch eine Runde, dann ist dir nicht mehr kalt.“, meinte ich und stieg auf meine Stute auf.
„Soll ich Euch etwa hinter rennen, oder wie?“, lachte er. „Kannst Du reiten?“, fragte ich nun.
Er nickte.
„Dann reite ich die eine Hälfte und dann kannst Du es ja mal probieren.“
Christoph sah mich erstaunt an, aber dann nickte er gelassen.
Also begann ich mit dem Warmreiten. Im Schritt ritt ich mit der schönen Rose um die ganze Bahn. Christoph hatte sich derweil hingestellt und beobachtete genau, was ich tat, was mich etwas irritierte. Er schien es aber nicht zu merken, dass ich ihn fragend ansah, also konzentrierte ich mich wieder auf das Training und blendete ihn aus. Schon bald trabte ich Rose an und begann auch schon mit den ersten Bahnwechseln, mal ganze, mal halbe. Zwischendurch brachte ich ein paar Zirkel und Volten mit ein. Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen, dass Christoph immer noch wie angewurzelt da stand. Als Rose soweit aufgewärmt war, galoppierte ich sie an und ließ sie ein paar Runden so dahingleiten, bis ich die Zügel zum Arbeitsgalopp anzog. Ich begann von dem anderen Ende der Reithalle Schlangenlinien zum anderen Ende zu reiten. Und das mehrere Male. Dann ritt ich zur Mitte der Bahn und stieg ab. Christoph kam nun auf uns zu.
„Du reitest nicht schlecht, aber deine Schlangenlinien sind grauenhaft.“, sprach er ernst und nahm mir die Zügel ab.
„Danke, dass weiß ich selbst, Herr Oberlehrer.“
„Sorry, aber ich reite schon seit über 10 Jahren.“. Dann ritt er schon mal länger als ich. Ich wandte mich beeindruckt ab und er stieg auf Rose auf, die zuerst andeutete ihn abwerfen zu wollen, aber er setzte sich prima durch.
Er war gut, sehr gut sogar, sodass Rose ein wenig überfordert wirkte, aber Christoph schraubte sein Niveau schon bald herunter. Er ritt ebenso viele Zirkel und Volten und verkleinerte das Viereck und vergrößerte es abermals, alles was zu einer A-Dressur dazu gehört.
Dann parierte er sie in den Trab und ritt ein paar Bahnen im Leichttrab. Er lächelte mir zu und meinte, dass Rose eine gute Stute mit viel Potenzial wäre.
Er ritt sie solange, bis sie einigermaßen trocken war und stieg dann wieder ab.

Christoph begleitete mich noch zum Putzplatz und dort bat er um erneutes Wiedersehen.
„Ich würde das gerne nochmal wiederholen. Ich meine wir könnten heute Abend auch was zusammen kochen, wenn Du willst?“
„Ich kenne Dich doch kaum, ich kann dich ja nicht einfach so in meine Wohnung reinlassen...“
„Keine Angst, ich werde dich schon nicht ausrauben. Bloß, wenn mir ein Mädchen gefällt, da bleibe ich dran.“
Seine grünen Augen funkelten wieder so eigenartig und ich wusste nicht so recht, was ich sagen sollte.
„Also gut, dann sehen wir uns eben morgen.“, und er lief davon. Ich wusste nicht, was ich von ihm zu halten hatte. Er war hübsch und nett und konnte prima mit Pferden umgehen, aber er hat so eine aufdringliche Art, die mir nicht ganz so gefiel.
Rose bekam nun ihre versprochenen Möhren und danach machte ich sie wieder boxfertig
Ich ließ das mit Christoph erstmal auf Freundschaft belaufen, bevor ich mich ins nächste Unglück stürzen würde.

04.12.2011 12:25 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
Luna Luna ist weiblich
Administrator






Dabei seit: 11.08.2003
Beiträge: 14449
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36 Wörter

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Geteiltes Training ist halbes Training?
Gut ^^

Find ich auch gut, lass es ruhig langsam angehen.
Ich vermute fast, dass er nicht weglaufen wird auf Sonnenstein großes Grinsen

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Ich bin nicht auf der Suche nach Ärger... der Ärger ist auf der Suche nach mir!

... after the Night when i wake up, i see what tomorrow brings ...

Herz Leben ist vergänglich, doch Liebe bleibt für die Ewigkeit Herz

05.12.2011 19:59 Luna ist offline Email an Luna senden Beiträge von Luna suchen Nehmen Sie Luna in Ihre Freundesliste auf
 
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