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Reitverein Sonnenstein » Die Berichte » Julia » Herbstrose » 23. Roses Zukunft » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Julia Julia ist weiblich
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1724 Wörter

23. Roses Zukunft Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Es war mal wieder an der Zeit, sich um Herbstrose zu kümmern. Ich habe sie tagelang stehen gelassen und ich freute mich riesig auf die Stute.
Zwar hatte ich die Befürchtung, sie würde wieder ordentlich zicken, aber heute würde ich Unterricht von einem Trainer erhalten.
Ich wollte einfach mal unsere Leistung einschätzen lassen und mich mit dem Trainer über Roses Zukunft unterhalten, denn ich hatte mit ihr sehr viel vor.
Zum einen war da die Zucht, denn ich wollte unbedingt von ihr ein Fohlen, zum anderen der Turniersport. Annika Kipfer hatte sich dazu bereit erklärt, uns heute zu unterstützen.
Rose bekam ein paar Apfelstückchen zur Begrüßung und sie war etwas besänftigt. Sie folgte mir brav zum Putzplatz, wo ich sie für das Training vorbereitete.
So genau wusste ich gar nicht, was Annika mit uns vorhatte. Ich ließ mich einfach überraschen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich noch genug Zeit hatte, Rose in Ruhe zu putzen und zu satteln.
Ich brachte die Anglo-Araber Stute auf Hochglanz und sattelte sie anschließend vorsichtig. Dann legte ich noch die Trense an.
Dann war es auch schon Zeit, sich in die Reithalle zu begeben.

Ich durfte die Reithalle betreten und Annika sah mich breit grinsend an. Sogleich blickte ich mich in der Halle um. Zwei Hindernisse waren aufgestellt, ansonsten war die Halle wie immer.
„Keine Sorge, es kommt noch mehr, aber wir brauchen erst mal Platz, für die Dressur.“, zwinkerte sie mir zu.
„Also ich werde euch heute auf den Zahn fühlen. Wenn du Rose dann versorgt hast, können wir noch im Reiterstübchen reden.“
„Alles klar. Kann es losgehen?“
Ich konnte es kaum erwarten, zu zeigen was wir beide drauf hatten. Zwar kam ich mir gerade irgendwie, wie bei einer Prüfung vor, aber es war ja zum Glück keine im eigentlichen Sinne.
In der Mitte gurtete ich noch mal nach, stellte die Steigbügel ein und stieß mich vom Boden ab, um aufzusitzen.
Annika stellte sich neben uns und ließ mir kurz Zeit, mich aufrecht hinzusetzen und die Zügel aufzunehmen.
Ich nickte, als Zeichen, dass wir bereit waren.
„Gut. Reite im Schritt auf der linken Hand. Wir beginnen mit einer kleinen Aufwärmung.“
Rose zottelte los und ich lenkte sie nach links und versuchte immer korrekt zu sitzen. Aber Annika blieb still, sodass ich darauf schloss, dass ich gut saß.
„Wenn du denkst, dass Rose soweit ist, dann trabe einfach an.“, gab sie mir als nächstes auf, aber Rose war noch lange nicht bereit dazu.
Ich ließ uns relativ viel Zeit zum Aufwärmen, denn ich wollte vor Annika alles richtig machen. Nach den üblichen zehn Minuten, drückte ich die Schenkel zusammen und Rose trabte an.
„Zeige mir gleich mal, wie du leichttrabst.“
Sogleich tat ich wie geheißen und wippte in Roses Takt mit.
„Noch etwas zügiger beim Aufstehen. Ja, so sieht es perfekt aus.“, lobte sie dann, als ich mich verbessert hatte. Bisher war mir das noch gar nicht so aufgefallen. Innerlich dankte ich der Trainerin dafür sehr.
Eine Weile trabten wir so dahin, bis Annika den Befehl gab, den Trab auszusitzen.
„Lehn dich etwas mehr zurück.“
Zunächst war mir dabei gar nicht wohl, aber ich gewöhnte mich schneller dran, als ich dachte.
„Sehr gut. Übe aber weiter daran. Dann zeigt mal, wie ihr galoppieren könnt.“
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und Rose setzte sich perfekt in Szene. Ich lächelte stolz und wartete Annikas Reaktion ab.
„Das sieht schon besser aus, aber lass die Zügel noch etwas lockerer.“
„Dann zieht sie mir aber nach vorne.“, wandte ich ein.
„Nein. Das ist wie, wenn du zu sehr an der Hundeleine ziehst. Der Hund bäumt sich dann noch mehr auf. Beim Pferd ist es nicht anders. Schenke ihr ruhig mehr Vertrauen und sie wird es dir gleich tun.“
„Ok, wenn du das sagst.“
Also ließ ich die Zügel etwas lockerer baumeln, Rose empfand das sehr einladend und wurde schneller.
„Lehn dich zurück. Durch die Gewichtshilfe wird sie merken, dass sie zu schnell ist.“
Überraschend wurde sie wirklich langsamer und ich hatte wieder etwas dazu gelernt.
„Gut, pariere sie wieder in den Schritt und wechsele die ganze Bahn.“
Das Leder knarzte als ich durch die Bahn ritt.
„Reite die Ecke beim nächsten Mal etwas mehr aus. Da ist noch mehr Potenzial drin.“
Langsam wurden mir die ständigen Verbesserungen zu viel und ich zweifelte an meinen Fähigkeiten. Rose gab ich nicht die Schuld, da sie perfekt ging.
Annika schien das zu merken, sagte aber nichts dazu.
Ich begann den nächsten Bahnwechsel und ritt die Ecke mehr aus. Sie schien zufrieden zu sein und gab die nächste Anweisung.
„Reite einen großen Zirkel. Ich möchte, dass du diesen nach und nach verkleinerst.“
Wir taten wie geheißen und ich stellte selbst fest, dass ich oftmals zu eckig ritt. Annika teilte mir dies sofort mit und ich versuchte, die Zirkel runder auszureiten.
„Ja, mache nur weiter so. Zwar noch nicht ganz perfekt, aber ihr macht Fortschritte.“
Es tat gut auch mal etwas Positives zu hören.
„Gut. Reite wieder auf dem ersten Hufschlag und trabe an.“
„Ja. Gut so. Führe auch hier wieder Bahnwechsel durch, dann möchte ich, dass du einen Zirkel reitest, diesen wieder verkleinerst und wieder zum ersten Hufschlag zurückkehrst. Dann galoppierst du an und tust genau das gleiche.“
Zwar war das dies etwas zu viele Informationen auf einmal, aber ich versuchte mir alles genau zu merken.
Wir trabten nun im Kreis und kehrten anschließend auf die große Reitbahn zurück, wo wir dann wieder angaloppierten.
Es war nun etwas schwieriger, die Ecken auszureiten und die Zirkel rund wirken zu lassen. Natürlich merkte auch hier Annika an, dass wir mehr im Galopp üben sollten.
„Gut, es gibt zwar noch viel mehr, was du in der Dressur reiten könntest, aber das genügt mir erst Mal. Wenden wir uns den beiden Hindernissen zu. Reite zwei Runden, um sie darauf vorzubereiten und reite dann das erste Hindernis an.“
Ich nickte Annika zu und galoppierte mit Rose durch die Halle. Insgeheim dachte ich, wie schön es doch wäre, jetzt im Gelände zu sein. Über Wiesen zu fetzen und durch den Wald traben. Einfach die Freiheit und Natur zu genießen. Aber bis dahin musste ich noch viel arbeiten, deshalb fixierte ich nun konzentriert das erste Hindernis.
Meine Stute schien zu merken, was jetzt von ihr gefordert wurde und schüttelte freudig mit ihren Kopf. Sie schnaubte und ich gab ihr die Hilfe zum Abspringen.
Das nächste Hindernis war etwa fünf Galoppsprünge vom Ersten entfernt, auch dieses überwanden wir mit großer Freude und Leichtigkeit.
„Ihr gebt wirklich eine perfekte Einheit ab. Springen liegt euch wirklich etwas besser, als die Dressur. Aber beide Disziplinen sind wichtig. Los reite gleich noch einmal die Hindernisse an.“
Beflügelt von ihrem Lob übersprangen wir die zwei Hindernisse noch ein Mal.
Annika gab mir die Erlaubnis für einen dritten Durchgang, die ich natürlich annahm.
„Gut. Ich hatte eigentlich noch viel mehr vorgehabt. Stangenarbeit und so was, aber ich habe genug gesehen. Wir sehen uns in etwa einer Stunde im Reiterstübchen.“
Enttäuscht, dass es schon vorbei war, ritt ich Rose trocken.

Ihre Hufe klapperten, als ich sie zurück zum Putzplatz führte. Mit ihr war ich heute vollauf zufrieden gewesen und dachte nun die ganze Zeit darüber nach, was Annika dann später noch zu sagen hätte.
Ich nahm den Sattel und die Trense ab und band Rose wieder das Halfter um. Nachdem ich sie wieder an den Pfosten angebunden hatte, begann ich wieder zu striegeln und sie sauber zu machen.
Dabei vergaß ich wieder das bevorstehende Gespräch und ließ mir viel zu lange Zeit dazu, denn als ich auf die Uhs sah, stellte ich fest, dass ich spät dran war.
Aber ich putzte Rose noch sorgfältig zu Ende, tränkte sie, spülte das Gebiss ab und hing alles wieder an den richtigen Platz zurück.
In Roses Box schüttete ich etwas Hafer in ihren Trog und versprach noch einmal wieder zu kommen.

Annika hatte bereits zwei Cappuccino auf den Tisch platziert und war gar nicht verärgert, dass ich knapp zwanzig Minuten zu spät erschien.
„Es ist schön, dass du sehr viel Zeit mit deinen Pferden verbringst.“, bekam ich zur Antwort.
„Wie ich gehört habe, hast du dir ein zweites zugelegt, Summer, und hast eine Reitbeteiligung, Black?“
„Ja, ich bin froh, dass ich mal frischen Wind bekomme.“
„Du wolltest also mit mir über Roses Zukunft sprechen?“
Ich nippte an der Tasse und legte mir die Worte für meine Antwort zurecht.
„Ja. Zunächst möchte ich deine Meinung zu unserem Trainingsstand hören.“
„Ihr habt ein richtiges Vertrauensverhältnis, an einigen Stellen hapert es noch ein wenig, aber dies ist schnell beseitig. Dieses Vertrauensverhältnis ist die beste Grundlage für Eure Zukunft. Ich sehe viel Potenzial. Aber ihr müsst einfach mehr und intensiver trainieren.“
Mein Blick sprach Bände.
„Das sage ich zu Jedem, Hayden. Niemand ist perfekt. Was hast du denn mit Rose vor?“
Die Antwort besänftigte mich ein bisschen.
„In Dressur und Springen möchte ich auf jeden Fall eine Stufe höher kommen und dann in die Vielseitigkeit E einsteigen. Das ist mein Plan. Und dann möchte ich ein Fohlen von ihr und Feuersturm.“
„Ein Fohlen. Das klingt ja wunderbar.“
Ich erzählte ihr noch ein paar Details darüber und sie erklärte mir, dass ich dafür noch sehr viel tun musste.
„Ja, das weiß ich. Und deshalb bin ich so hoch motiviert.“
Ich begann zu Grinsen und trank meinen Cappuccino in einem Zug leer.
„Die Zuchtlizenz ist nicht mehr weit. Ich wünsche dir und deinen Pferden alles Gute und viel Erfolg. Ich bin mir sicher, dass wir noch mehrere Male zusammen trainieren können, wenn es die Zeit zulässt.“
Somit war das Gespräch beendet und ich war froh, dass sie mein Vorhaben unterstützen würde.

Ich kehrte noch mal zu Herbstrose zurück, um noch ein wenig bei ihr zu sein.
„Ja schon bald, werden wir immer besser werden.“, flüsterte ich und setzte sich mich in die Ecke. Die Stute mampfte ihr Heu und beobachtete mich.
Es war beruhigend ihr Malmen und ihre Schnauben zu hören. Schon bald sank sie den Kopf zu mir herunter und ich streichelte ihn sanft.
Als sie genug hatte, verkroch sie sich in die andere Ecke und ich verließ ihre Box in Richtung nach Hause.

08.11.2012 11:38 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
Luna Luna ist weiblich
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Da muss ich Annika recht geben mit dem Vertrauen Augenzwinkern
Das ist das was ich euch ja auch immer hinbete xD

Och da brauchst du ja nicht enttäuscht sein, wenn es schon vorbei ist, sowas kann man ja wiederholen großes Grinsen

Das ist schön, dass du dann nochmal nachfrägst bei Annika wegen eurem Trainingsstand. Jetzt weißt du wo ihr steht und du kannst durch starten.
Außerdem finde ich auch, dass du das ganz gut gemacht hast und dich tapfer geschlagen hast mit deiner Trainingseinheit Augenzwinkern

Einfach nur supersmile

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08.11.2012 20:31 Luna ist offline Email an Luna senden Beiträge von Luna suchen Nehmen Sie Luna in Ihre Freundesliste auf
 
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