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Reitverein Sonnenstein » Die Berichte » Julia » Herbstrose » 24. Spaziergang mit Pferd und Hund » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Julia Julia ist weiblich
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1505 Wörter

24. Spaziergang mit Pferd und Hund Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Heute würde ich mal nicht reiten. Jedenfalls nicht direkt. Nein, ich würde mit Rose und Franzi spazieren gehen. Dies hatte ich schon seit Wochen geplant und konnte es heute in die Tat umsetzen. Es hatte hauptsächlich den Hintergrund, dass Franzi immer so scharf auf die Pferde war und ich es langsam Leid war, sie von ihnen wegzuzerren. Und natürlich um Rose mal ein wenig Ruhe zu gönnen, falls dies heute überhaupt möglich war. Bei der Hündin konnte ich es nie wissen. Sie war immer für eine Überraschung gut. Also nahm ich sie heute Morgen mit hinunter ins Auto um zum Hof zu fahren. Es kam relativ selten vor, dass wir gemeinsam mit dem Auto durch die Gegend fuhren, aber sie ging relativ gelassen damit um.
Auf dem Hof angekommen, nahm ich sie selbstverständlich ebenfalls an die Leine. Franzi begann den Geruch der Pferde zu wittern und wurde etwas unruhig, aber folgte mir dennoch aufmerksam.
Es war recht kühl heute, das Gras war weiß vom Eis, dass es bedeckte. Das Laub war halb fest gefroren, sodass es nur unter meinen Stiefeln knackte. Franzis Ohren zuckten dabei immer lustig hin und her. Desto näher wir den Stallungen und den Koppeln kamen, desto mehr zog sie an der Hundeleine.
„Hi Julia. Ihr habt es aber eilig.“, rief mir Luna aus ihrem Bürofenster zu, an dem wir gerade vorbei gerannt sind. „Ehm ja. Ich versuche heute Franzi zu therapieren. Sie ist verrückt nach Pferden.“, gluckste ich und ermahnte gleichzeitig Franzi lautstark. Diese sah mich nur entwaffnend an und blieb dann ruhig stehen. „Dann viel Erfolg dabei. Ich mach mich mal wieder an die Arbeit.“. Luna schloss ihr Fenster wieder und es konnte weiter in Richtung Sattelkammer gehen, wo ich den Führstrick für die Stute holen wollte. Die meisten Pferde standen eh auf den Koppeln, sodass ich mit dem Hund unbedenklich in den Stall treten konnte. Franzi benahm sich nur wie ein Suchspürhund, sie schnüffelte in jeder Ecke und ließ keinen Strohhalm dabei aus. „Jetzt reicht es aber, ich habe nicht den ganzen Tag für dein Rumgealber Zeit.“, schnarrte ich und lief entschlossen zur Kammer, Franzi tippelte schließlich hinterher, als die Leine immer kürzer wurde. Sogleich schnappte ich mir den Führstrick aus meinem Spind und wir verließen den Stall wieder. Meine letzte Ermahnung schien Früchte zu tragen, da Franzi weder an der Leine zog, noch irgendwo wild herum schnüffelte. Wir näherten uns nun der Weide, auf der Rose stand. Franzi blickte begeistert zu den Pferden, die nahe am Zaun standen. Anscheinend hatten sie unser Kommen bemerkt und blickten interessiert zurück. Doch ihr Interesse galt wohl eher dem Hund, als mir. Ich band Franzi an einen nahe gelegenen Baum, sie starrte weiterhin die Pferde an und ich konnte ungestört meine Stute dazu holen.

Rose stand natürlich wieder etwas weiter hinten, also musste ich ein ganzes Stück über die Wiese laufen, ehe ich sie erreichte. „Rose, meine Hübsche.“, begrüßte ich sie von weitem, die daraufhin ihren Kopf in meine Richtung reckte. Sie kaute noch auf ein paar Heuhalmen herum, ließ sich aber problemlos den Führstrick anlegen. Rose mochte es nicht sonderlich, wenn ich sie beim Fressen störte. „Wir gehen heute spazieren.“, erzählte ich ihr und streichelte sie zunächst ausgiebig. Ihre Artgenossen erkannten, dass ich keine Leckerlis dabei hatte heute und wandten sich wieder ihrem Heu zu. Rose würde später ihre Belohnung bekommen, aber zuerst musste sie Bekanntschaft mit Franzi machen, die immer noch am selben Platz da stand. Als Rose und ich näher kamen, begann sie wild mit ihrem Schwanz zu wedeln.
Meine Stute blieb bisher relativ ruhig, nur war ihre Neugier nach dem Hund geweckt. Ich öffnete das Gatter, wir liefen hindurch und ich schloss es wieder sorgsam hinter uns. Franzi bellte kurz und versuchte sich von der Leine loszureißen. "Aus. Schluss. Es reicht.", polterte ich genervt. Rose blieb immer noch gelassen und ich ging langsam vor. Franzi hatte sich etwas beruhigt und ich kam mit Rose immer ein wenig näher. Schritt für Schritt. Bis Franzi Roses Hufe beschnüffeln konnte. Die Stute sank ihren Kopf nach unten und begrüßte die Hündin kurz, dann war das Gras viel interessanter und begann daran zu rupfen. Sofort zupfte ich am Führstrick und etwas beleidigt hob Rose kauend ihren Kopf nach oben. Franzi hatte sie nun ausgiebig begutachtet und hatte sich hingesetzt. Der Spaziergang konnte nun losgehen.

Ich band sie vom Baum ab und sortierte die Stricke in meinen Händen. Ab einer bestimmten Stelle konnte ich Franzi auch frei laufen lassen, aber hier mitten auf dem Hof war das keine so gute Idee, und schon gar nicht in der Nähe der Koppeln. Wir spazierten an den gesamten Weiden entlang, wandten uns dann nach rechts, und es ging den Weg in die andere Richtung herunter, wieder an den Koppeln vorbei. Rose folgte mir brav und Franzi lief gemächlichen Schrittes vorne weg. Ein paar Mal wandte sie sich zu Herbstrose um, wenn diese wieherte oder geschnaubt hatte. "Weiter gehts.", sagte ich dann immer im ruhigen Ton. Wir ließen die Koppeln bald hinter uns und befanden uns nun im Wald. Die Sonne schien hell durch die halbnackten Bäume hindurch. Das Laub türmte sich schon fast neben dem Weg. Wenn Schnee lag fühlte ich mich immer wie in einem Winterzauberwald. Aber der ließ noch lange auf sich warten. Franzis Konzentration galt nun den Vögel oder anderen kleinen, flinken Tierchen, die durch das Laubwerk raschelten. Doch die Hündin war immer langsamer, aber sie versuchte es immer wieder hinter ihnen her zu jagen. Rose schien das ganz und gar nicht zu gefallen, wenn ich nach vorne gezogen wurde. "Franzi. Hör auf. Aus.", ermahnte ich sie wieder und wieder, aber ich schien auf taube Ohren zu stoßen. "Hey.", rief ich dann schließlich etwas lauter. Die Hündin fügte sich nun und der Spaziergang wurde angenehmer. Rose benahm sich dann ebenfalls außerordentlich ruhig und schrak eigentlich kaum hoch, wenn sich etwas im Gebüsch bewegte. Der Weg gabelte sich und ich wandte mich wieder nach rechts, der wieder Richtung Hof führte, doch an der nächsten Kreuzung ging es nach links, statt zum Hof. Ich wollte am kleinen See vorbei und zur großen Galoppwiese, wo Franzi frei laufen konnte. Der See lag malerisch und windstill da. Einige Seevögel schwammen darauf und fischten im Wasser herum. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, am Ufer stehen zu bleiben und die Wassertemperatur zu fühlen. Franzi wagte sich auch ans Ufer und hielt ihre Nase in das eisig kalte Wasser. Auch Rose durfte ein wenig trinken, aber das Wasser war wirklich zu kalt, um lange dort zu verweilen. Nun kreuzte uns ein kleiner Bach den Weg, der überquert werden musste. Zum Glück waren meine Stiefel wasserfest. Franzi würde es mit Sicherheit nicht gefallen, aber Rose würde wie ein junges Fohlen darin plantschen. Sie liebte Wasser über alles, selbst wenn es unangenehm kühl war. Franzi watete hindurch, als ob das Wasser Gift wäre und schüttelte sich danach erst mal ausgiebig. Rose platschte mit ihren Hufen und nässte meine Hose voll. Ich ermahnte sie kurz und schon waren wir auf der anderen Seite. Bis zur Wiese waren es ein paar wenige Schritte und ich band Franzi von der Leine ab. Sie begann wild auf der Wiese herum zu fetzen, blieb aber stets in der Nähe. Ich streichelte Rose entspannt den Rücken und wollte mich mit ihr auch ein wenig bewegen. Ich nahm den Führstrick in die linke Hand und mit der rechten griff ich ans Halfter. "Terab", rief ich gut gelaunt und wir rannten ebenfalls ein wenig herum. Franzi kam hechelnd auf uns zu und bellte wieder laut. Rose zuckte kurz zusammen, aber ich beruhigte sie wieder, indem ich stehen blieb und über ihren Kopf streichelte. Franzi bekam natürlich wieder Mecker, sie legte sich schuldbewusst ins Gras und ich begann wieder mit Rose über die Wiese zu laufen. Franzi kam uns diesmal nicht hinterher, stattdessen ruhte sie sich aus. Wir verbrachten etwa 20 Minuten auf der Wiese, ehe wir den Rückweg antraten. Wieder ging es über den Bach und an dem kleinen See vorbei, mit den schwimmenden Enten und dann wieder an den kahlen Bäumen vorbei. Dann erreichten wir auch schon wieder den Hof.

Rose war natürlich etwas verschwitzt und ich hatte sie heute noch gar nicht geputzt, was ich jetzt nachholen wollte. Ich brachte sie zum Putzplatz, band sie dort an und Franzi etwas abseits ebenso. Als ich nochmal alles überprüft hatte, konnte ich beruhigten Gewissens die Putzbox holen. Und natürlich einen Eimer mit Müsli und einem Brötchen oben drauf für meine Stute, die dieses gierig in sich hinein schlang. Franzi würde zu Hause ihr Futter bekommen. Während ich sie putzte, lief Franzi hin und her, verhielt sich aber ganz brav. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie etwas ruhiger im Umgang mit Pferden geworden war. Natürlich war es nicht komplett weg, aber es war ein kleiner Fortschritt. Rose hatte den Eimer leer geputzt und ich war ebenso fertig. Also brachte ich sie schnell in den Offenstall zurück, räumte die Putzkiste wieder weg und lief mit Franzi zum Auto zurück. Es ging wieder nach Hause.

18.11.2012 12:17 Julia ist offline Email an Julia senden Beiträge von Julia suchen Nehmen Sie Julia in Ihre Freundesliste auf
Luna Luna ist weiblich
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Ich kanns nicht lassen, jedem hinter her zu rufen xD
So entfliehe ich dem Büroalltag ^^
Ich versuche es xD

Na das war ja ein ereignisreicher Spaziergang und Pferd und Hund sind fast frisch gebadet. Ich sage bewusst fast, weil Rose dich ja auch noch so chön nass gemacht hat und verschwotzt war durch die kleine Aktion xD
Aber so sind alle bewegt worden und das ist doch echt klasse smile
Wenigstens konntest du es auch ein kleines bisschen genießen (hoffe och doch) es kammanchmal schon so rüber, trotz dass du deine beiden Maßregeln hast müssen Augenzwinkern

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19.11.2012 15:30 Luna ist offline Email an Luna senden Beiträge von Luna suchen Nehmen Sie Luna in Ihre Freundesliste auf
 
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